Regelmäßiges Musizieren bewirkt strukturelle Anpassungen besonders in den für die koordinativen Leistungen wichtigen Hirnbereichen.

Was passiert beim Musizieren

So besitzen Konzertpianisten meist etwa vergrößerte Areale im linken primär-motorischen Kortex, und zwar eher in jener Region, die die rechte Hand steuert, welche vor allem die Melodielinie spielt.

Bei Geigern dagegen leistet die linke Hand die meiste feinmotorische Arbeit, entsprechend fallen bei ihnen eher die Handareale in der rechte Hemisphäre voluminöser aus. In jedem Fall verändert Musikmachen die neuronale Hardware im Kopf.

Musizieren übt eine Reihe von Fähigkeiten, die auch im sonstigen Leben nützlich sind: darunter Koordination, Gedächtnis, Einfühlungsvermögen. Viele Untersuchungen zeigen, dass rege musikalische Beschäftigung im Schnitt mit höherer Intelligenz einhergeht.

Video: Die Vorteile des Musikmachens für das Gehirn

Dass eine musikalische Erziehung für die Allgemeinbildung förderlich ist, stellt ernsthaft niemand infrage. Auf jeden Fall steigert sie die geistige Beweglichkeit, die Fähigkeit, sich rasch von einem Gedanken auf den nächsten einzustellen. Und sie wirkt sich positiv auf das Sprachvermögen von Kindern aus. Das berichtet der Neurowissenschaftler Sylvain Moreno vom Rotman Research Institute in Ontario.

“Kinder brauchen Musik. Sie das Gehirn in selten komplexer Weise heraus, weil beim Musizieren Hören und Sehen, Fühlen und Tasten, Bewegung und Koordination, Imagination und Kreativität in besonders intensiver Weise miteinander verbunden werden.”