1993 machte die US-Psychologin Frances H. Rauscher von der Universität von California in Irvine eine interessante Beobachtung. Offensichtlich lösten ihre Studenten komplexe räumliche Aufgaben besser, wenn sie sich vorab 10 Minuten lang eine Klaviersonate von Mozart angehört hatten. Der Effekt hielt zwar nur 15 Minuten an, aber ein Mythos war geboren.

Das unter dem Begriff „Mozart-Effekt“ bekannt gewordene Phänomen schrieb der Beschäftigung mit Musik fortan intelligenzsteigernde Wirkung zu und verbreitete sich wie ein Lauffeuer um die ganze Welt.

Mythos Mozart-Effekt

Leider hielt ein dauerhaft intelligenzsteigernder Effekt näheren Prüfungen nicht stand und gilt heute als wissenschaftlich widerlegt. Denn mehr als eine kurzfristig bessere Denkleistung kommt nicht dabei heraus. Der Mozart-Effekt ist das Ergebnis einer gesteigerten Erregung, die zu kurzfristiger Leistungssteigerung führt. Das kann durch klassische Musik, einen Schlager von Peter Alexander oder die Lieblingsband hervorgerufen werden. Bis zu 30 Minuten kann eine solch leistungssteigernde Wirkung anhalten. Dann läuft alles wieder wie gewohnt.

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